Neue Elektroanlage für Elliot

Die aufwändigste Aufrüstung von Elliot hat im Bereich der Elektroanlage stattgefunden. Ursprünglich war die Idee so naheliegend wie einfach: Es sollen Solarpanels aufs Dach, damit wir auf unserer Reise auch ohne Landstrom genügend „Saft“ für unser verschiedenen Verbraucher haben. Schon bei den ersten Recherchen stellte ich allerdings fest, dass es damit wohl nicht getan ist. Angefangen bei der gerade mal 70Ah fassenden konventionellen Wohnbatterie (die eigentlich als Starterbatterie gebaut wurde) über das unmotivierte / ineffiziente Mitladen der Wohnbatterie beim Fahren bis hin zu einer absolut untauglichen und stellenweise fahrlässigen Elektro-Verdrahtung im Innern von Elliot stellten wir schnell fest, dass das was wir uns vorgestellt hatten, weit über das Aufkleben eines Solarpanels aufs Dach hinausgeht.

Es entstand eine umfassende Liste, was denn die neue Elektroanlage alles beinhalten soll:

Schema 12 Volt
Schema 230 Volt
  • 110Ah LiFePo4 Wohnbatterie für ausreichende Kapazität
  • 2x 110Ah Solarpanels und Solarregler für gute Ausnützung der Sonnenenergie
  • B2B Ladebooster zum schnellen Aufladen während der Fahrt
  • 230V Ladegerät mit optimierter Ladekennlinie für LiFePo4 Batterien
  • Solar- und Batteriecomputer zur Anzeige des Ladezustandes und Vorhersage der Restlaufzeit
  • 1’000 Watt (2’000 Watt Spitze) Wechselrichter für den Betrieb von 230V Verbrauchern auch ohne Landstrom
  • Vorrangschaltung für automatische Umschaltung auf Landstrom und Schutz des Wechselrichters
  • 2x Sicherungsverteiler für sicheren Betrieb

Mit der neuen 110Ah LiFePo4 Batterie rechnen wir mit einer Verdreifachung der nutzbaren Kapazität gegenüber unserer alten Wohnmatterie. Lithium-Batterien können zu über 90 Prozent entladen werden, wobei herkömmliche Batterien schon bei unter 50% schlapp machen. Abmessungen und Gewicht der alten und neuen Batterie sind in etwa vergleichbar. So konnten wir den neuen Power-Würfel an gleicher Position wieder verbauen.

Für die Dimensionierung der Solarzellen und auch der Batterie sind wir bei Campofant fündig geworden. Super gemacht!

Den Batteriecomputer mit entsprechende Shunt haben wir primär verbaut, damit wir die Restlaufzeit bei aktuellem Verbrauch und Sonneneinwirkung angezeigt bekommen. So sollten wir unterwegs immer zum Voraus in der Lage sein zu sehen, wann uns der Strom ausgehen wird und können falls nötig den Verbrauch drosseln.

Ohne grossartiger Unterstützung von Götti Onkel Urs („GOU“) hätten wir das nie geschafft. Er hat unzählige Stunden in Elliot investiert und war öfters auch ohne mich am Werken. Lieber Götti: 1’000-Dank für deine Hilfe!

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