Die Suche nach dem Gas

Gestartet sind wir mit zwei 11kg Gasflaschen. Unser Gasanlage hatte ich ja wie früher beschrieben auf deutsche Norm umgestellt in der Hoffnung, dass wir damit auch in anderen europäischen Ländern eine grössere Chance auf Kompatibilität haben.

Die erste Flasche haben wir schon zuhause (unter anderem beim Aufrüsten, Reinigen und Einrichten von Elliot reichlich genutzt zum Heizen, die andere war zum Zeitpunkt des Reisestarts noch ganz voll.

In den ersten Tagen noch auf dem Campingplatz in Reinach und in Frankreich war es noch ziemlich kalt, sodass wir viel geheizt und vor allem auch Warmwasser produziert haben.

So kam es dann, dass noch vor Grenzübertritt nach Spanien die eine Flasche leer war. Und seither suchten wir nach Möglichkeiten, irgendwie an einen Refill zu kommen. Der wichtigste Verbraucher bei uns ist der Kühlschrank. Den können wir beim Freistehen (und das tun wir meistens) ohne Gas nicht betreiben, da eine Speisung vom 12 Volt Bordnetz sehr ineffizient ist und die Batterie innert kürzester Zeit entladen würde. Auch die Kühlleistung wäre im 12 Volt Modus ungenügend über die Dauer.

Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die Beschaffung von frischem Propan- oder Butangas ein schwieriges Unterfangen werden dürfte. In Spanien gibt es eine Art Duo-Pol und somit genau zwei Lieferanten. Diese sind sehr bestrebt ausschliesslich ihre eigenen Flaschen zu tauschen und zu füllen. Wir wollten aber unbedingt verhindern, dass wir zusätzliche leere Flaschen im „Frachtraum“ unterbringen müssen.

Wir fragten immer mal wieder an den unterschiedlichste Stellen nach, aber überall winkte man ab.
Wir lasen auch von Reisenden, die ihre Flaschen an LPG-Tankstellen selbst befüllten. Zum einen fehlt uns dazu aber das passende LPG-Adapterset, und zum anderen wurden wir vor allem im Norden Spaniens eindringlich gewarnt dies zu tun, da die Tankwarts dies nicht gern sehen und zum Tel schon fast ausrasten würden, sollten sie jemanden dabei erwischen.

Nach Tagen der Bemühungen hatten wir fast schon resigniert und uns darauf eingestellt, frühestens in Portugal mit neuem Gas versorgt zu werden, als wir einen letzten Versuch an einer Repsol-Tankstelle wagten. Wir hielten es fast nicht mehr für möglich, aber der Tankwart hat bei Anfrage in einer Selbstverständlichkeit eine Kiste mit Adaptern hinter dem Tresen hervorgezogen. Zusammen mit unserem passenden „Schnüffel-Stück“ D3 aus dem Euro-Befüllset konnten wir die Flasche an der Zapfsäule anschliessen. Die komplett leere 11kg Flasche haben wir dann mit max. 20 Litern befüllt (Gefahr der Überfüllung) und gut.

Es sei zu erwähnen, dass an LPG-Tankstellen (in Spanien oft Autogas genannt) das Füllen eigentlich nur für fest eingebaute Gastanks vorgesehen ist. Dies ist also keine generelle Handlungsempfehlung unsererseits!

Merke: Nicht aufgeben 🙂

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